Zahnrad (Heraldik)

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Das Zahnrad als Maschinenbauteil hat seinen Platz in der moderne Heraldik gefunden. Es steht für die Industrialisierung und besonders für bedeutsamen Maschinen- oder Autobau in der Region.

Es wird als Heroldsbild zu den gemeinen Figuren gerechnet und wird stark stilisiert angewendet. Es ist ein Element aus der großen Anwendung der Räder im Wappen.

Besonders Gemeinden mit dem Willen modernes Wappen zuführen, greifen zu dieser Form. Die ehemalige Deutsche Demokratische Republik und die ehemalige UdSSR haben spät die Heraldik für sich entdeckt und für Städte und Gemeinden mit "entwickelter sozialistischer Industrie" neue Wappen schaffen lassen und die alten historisch gewachsenen teilweise ersetzt.

Benin, Botswana, Burma, China und Kambodscha haben das Zahnrad in ihren Wappen. Italien nimmt es sogar als Schildersatz im Staatswappen [1]

Die Tradition ist aber älter. Grevesmühlen hatte ursprünglich kein Zahnrad im Wappen. Amtlich wurde es ab 1817 geführte, obwohl es schon ab 1276 bekannt war. Heidenau hat es seit Mai 1931. Im Wappen ein unterhalbes Zahnrad. Ludwigsfelde führt das Rad.

Zwei ineinandergreifende Zahnräder sind seltener Unterhalbe bedeutet, dass nur ein halbes Rad mit der offenen Seite nach oben dargestellt ist. Beim oberhalben ist es umgekehrt.

Die Farbgebung wird in den heraldischen Tinkturen vorgenommen. Verwechslungen mit dem Mühlrad sind möglich. Die Blasonierung, das ist die Wappenbeschreibung, ist entscheidend.

Beispiele

Literatur

  1. Lexikon Heraldik, Gert Oswald, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1984
Commons: Zahrad in der Heraldik – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien