Bille und Zottel Bd. 04 - Applaus für Bille und Zottel
Von Tina Caspari
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Über dieses E-Book
Frühling in Groß-Willmsdorf! Bille und ihr Pony Zottel werden vor neue Aufgaben gestellt: Wie bringt man einen kranken Reitlehrer zum Lachen? Wie hilft man einem verwaisten Pony? Wie erteilt man einem hochnäsigen Nichtskönner eine Lehre? Bille und Zottel sorgen auch hier wieder für Überraschungen.
Tina Caspari
<p>Tina Caspari wurde in Berlin geboren und lebt heute in der Nähe von München. Das Leben auf dem Land, Tiere und besonders Pferde spielen für Tina Caspari eine wichtige Rolle, hier findet sie ihre Ideen für ihre Geschichten. Bevor Tina Caspari das Schreiben zu ihrem Hauptberuf machte, war sie Schauspielerin und Sprecherin in Funk und Fernsehen. Und eines möchte sie immer noch gerne: selber Filme machen.</p>
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Rezensionen für Bille und Zottel Bd. 04 - Applaus für Bille und Zottel
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Buchvorschau
Bille und Zottel Bd. 04 - Applaus für Bille und Zottel - Tina Caspari
TIN A CASPAR I
Schriftzug.tifApplaus für
Bille und Zottel
SB_Logo_(3).epsFrühling in Groß-Willmsdorf
„Ich könnte jetzt auf der Stelle einschlafen!" Bille schloss die Augen und reckte sich wie eine schläfrige Katze. Zottel ging am langen Zügel und ließ den Kopf hängen, sein rot-weiß gesprenkeltes Fell dampfte von dem langen Ritt.
„Ich habe schon seit einer ganzen Weile den Verdacht, dass ihr beide pennt!, rief Simon, der hinter Bille ritt. „Wenn man euch so ansieht – wie ein Maultier mit einem Mehlsack auf dem Rücken!
„Ich bin auch total müde, verteidigte Bettina die Freundin und band die Ärmel ihres Pullis, den sie sich um den Bauch geschlungen hatte, zu einem festen Knoten. „Diese ungewohnte Hitze macht einen völlig fertig!
Sie trieb ihre zierliche Haflingerstute an, die schnaubend ein paar Meter trabte, bis sie auf gleicher Höhe mit Zottel ging.
„Wo bloß auf einmal die vielen Mücken herkommen?"
Florian verscheuchte ärgerlich den tanzenden Schwarm vor seinem verschwitzten Gesicht, den die plötzliche Wärme ins Freie gelockt hatte.
„Es wird eben Frühling, stellte Bille fest. „Lass sie doch. Was hast du gegen die Mücken?
„Sie schmecken mir nicht."
„Dann mach den Mund zu."
Simon klopfte seiner Stute Pünktchen beruhigend den Hals, als sie in der ausgefahrenen Rinne des Feldwegs ausrutschte und stolperte. „Auch schon erschöpft? Na, gleich haben wir’s geschafft."
„Ihr seid mir vielleicht ein müder Verein! Kann ich gar nicht verstehen!" Daniel sah seinen Bruder abschätzend an und nahm die Zügel auf. Sein Pferd Asterix schreckte hoch und machte einen Satz nach vorn.
Bille wandte sich lachend zu ihm um.
„Gib doch bloß nicht so an, Daniel! Du bist genauso schlapp wie wir. Warum bist du denn die ganze Zeit an letzter Stelle geritten? Wenn Asterix in die nächste Koppel marschiert wäre und sich schlafen gelegt hätte, hättest du es nicht mal bemerkt. Du wärst neben ihm ins Gras gekullert und hättest geschnarcht, wetten?"
„Ich? Ich bin taufrisch, wehrte sich Daniel und unterdrückte nur mühsam ein Gähnen. „Ich bin nur hinter euch hergeritten, um aufzupassen, dass keiner verloren geht. Aber das hat man nun davon, wenn man euch zu einem Ausflug ans Meer mitschleppt – kaum ist man drei Stunden unterwegs, schon seid ihr total überfordert.
„Was heißt hier Ausflug ans Meer?, maulte Florian. „Du hast uns ja die ganze Ostseeküste rauf- und runtergescheucht, und das im Galopp! Bongo stolpert schon über seine eigenen Beine, so fix und fertig ist er.
„Ein bisschen Anstrengung schadet ihm gar nichts, gab Daniel ungerührt zurück. „Er ist sowieso viel zu fett. Genau wie du.
„Keil doch mal kräftig aus, Dicker!, raunte Florian seinem stämmigen kleinen Rappen ins Ohr. „Zeig’s dem langen Lulatsch, gib’s ihm!
Aber sein Pferd tat ihm den Gefallen nicht. Unwillig schnaubte es und schüttelte den Kopf, zum Zeichen, dass es nicht mehr angeredet zu werden wünschte. Es dachte nur noch an den Stall und an einen großen Eimer, bis an den Rand gefüllt mit kühlem, frischem Wasser.
Bille blinzelte und schloss die Augen. Sie beugte sich vor und legte sich auf Zottels Hals, ihre Finger kraulten zärtlich die dichte Mähne ihres Ponys.
„Bist du uns sehr böse, wenn wir dir nicht das Ehrengeleit nach Groß-Willmsdorf geben, sondern direkt nach Peershof zurückreiten?", rief Simon hinter ihr.
„Ich? Wie kommst du denn darauf! Ist doch klar, dass ihr mit den erschöpften Pferden auf dem kürzesten Weg heimreitet, sagte Bille. „Hast du Angst, ich könnte verloren gehen?
„Unser lieber Simon ist eben ein gut erzogener Junge, stichelte Daniel. „Immer zuvorkommend Damen gegenüber – und 13-Jährigen, die es werden wollen.
„Einer muss ja die Familienehre retten. Seid froh, dass ihr ihn habt, sonst wärt ihr schlimm dran!, sprang Bettina ihrem Vetter bei. „Tschüss, Bille, ich ruf dich später noch an, damit wir die Matheaufgaben vergleichen können. Ein paar habe ich überhaupt nicht kapiert.
„Okay, bis dann. Kommt gut nach Hause!"
Bille winkte den Freunden nach, bis sie hinter der Wegbiegung verschwunden waren. Wie selbstverständlich Bettina zwischen ihren drei Vettern ritt! Gerade ein halbes Jahr war es her, dass sie auf Peershof Einzug gehalten hatte – eine blasse, kränkliche Schönheit, wie ein Wesen aus einer anderen Welt, gezeichnet von dem schweren Unfall, der ihre Eltern das Leben gekostet hatte. Weder die drei Brüder noch Bille waren besonders glücklich über die Aufgabe gewesen, Bettina bei ihrem Start in ein neues Leben zu helfen.
Nicht Monate, sondern Jahre schienen Bille vergangen zu sein seit ihrer ersten Begegnung. In der kurzen Zeit waren Bettina, sie und die drei Brüder zu unzertrennlichen Freunden geworden.
„Das habt ihr zustande gebracht, sagte Bille liebevoll zu Zottel. „Ihr und unsere verrückte Liebe zu euch Vierbeinern. Nun komm, es wird Zeit fürs Abendbrot!
Angesichts dieser Ankündigung ließ Zottel sich zu einem Trab überreden, und bald lagen die vertrauten Wirtschaftsgebäude des Gutshofs Groß-Willmsdorf in der Abendsonne vor ihnen.
Warum waren die Pferde noch auf den Koppeln? Es war doch schon spät? Bille überlegte, ob sie sie gleich mit in den Stall nehmen sollte – wenigstens die Stuten. Aber vielleicht hatte der alte Petersen einen Grund, sie hier draußen zu lassen, und würde sich über ihr eigenmächtiges Handeln ärgern? Eigentlich war Petersen nicht der Typ, der sich leicht ärgerte. Trotzdem, es war besser, sie schaute erst einmal in den Stall.
Die hohen Buchen und Kastanien im Park, die einen schützenden Ring um das weiße Gutshaus bildeten, leuchteten in den letzten Strahlen der Abendsonne. Die Luft war erfüllt von Vogelstimmen, es duftete nach feuchtem Gras und Blumen und nach dem Dung auf den Feldern – genau die Mischung, die Bille bis zum Platzen mit Freude anfüllen konnte. Freude, dass endlich Frühling war und dass sie hier leben durfte, auf dem Land, bei den Pferden – und nicht irgendwo in der Stadt in einer grauen Straße in einem Hochhaus.
Auf dem Hof war es still, es schien, als seien alle bereits schlafen gegangen. Das Geräusch von Zottels Hufen klang unnatürlich laut in diese Abendstille hinein. Was war eigentlich los? Die Pferde noch draußen – und kein Mensch auf dem Hof?
Bille sprang aus dem Sattel und führte Zottel am Zügel in den Stall. Zottel strebte sofort der Tränke zu, und sie hatte alle Mühe, ihn zurückzuhalten und ihm Sattel und Zaumzeug abzunehmen.
„Langsam, mein Junge, nicht so hastig, das bekommt dir nicht. Einen Augenblick musst du dich noch gedulden."
Sie band das Pony am Halfter im Stallgang fest und begann, sein verschwitztes Fell mit einem Strohwisch abzurubbeln.
Zottel ließ die Prozedur ungeduldig über sich ergehen und bekam zum Lohn seinen Eimer Wasser, den Bille sorgfältig mit einem Büschel Heu abgedeckt hatte, um ihren Liebling am allzu hastigen Trinken zu hindern. Zärtlich strich sie ihm über den Rücken, als er ärgerlich mit dem Maul die störenden Halme auseinanderschob.
„Mach dir nichts draus, Dicker, so ist es besser für dich, glaub mir! Wenn du zu hastig trinkst, kannst du krank werden …"
Bille schreckte hoch. Aus dem Seitenflügel hatte sie ein tiefes Stöhnen gehört. Ein Stöhnen, das nur eines bedeuten konnte! Und es konnte auch nur aus einer bestimmten Box kommen, denn alle anderen Pferde waren ja noch auf den Koppeln!
Sie ließ Zottel stehen und lief auf Zehenspitzen den Gang hinunter. Jetzt hörte sie auch Stimmen, leise und beruhigende Zurufe. Erleichterung schwang in ihnen mit.
Vor der Tür zur Box winkte Karlchen ihr zu und legte warnend den Finger an die Lippen. Und daneben standen sie alle – der alte Petersen, Hubert (Petersens Gehilfe und Karlchens älterer Bruder) und Herr Tiedjen, Billes Lehrer und Vorbild, dem Groß-Willmsdorf gehörte. In der Box kniete Dr. Dörfler, der Tierarzt, neben der Stute Jacaranda und hielt den Kopf eines winzigen Fohlens, das vor ihm im Stroh lag.
„Das ist gerade noch mal gut gegangen, murmelte er. „Ein Hengstfohlen.
Bille stellte sich auf die Zehenspitzen. Herr Tiedjen fing ihren fragenden Blick auf.
„Ja, du hast ein kleines Drama versäumt! Sei froh – wir sind alle fix und fertig. Herr Tiedjen fuhr sich mit dem Handrücken über die Stirn und entfernte sich leise von der Box, gefolgt von Petersen, Hubert und Karlchen. „Lassen wir Dörfler allein mit den beiden, jetzt braucht er uns ja wohl nicht mehr.
„Eine Frühgeburt, nicht wahr?", fragte Bille leise.
„Ja, eine schreckliche Geschichte. Sie ist durch eine Detonation erschreckt, ausgerutscht und ganz unglücklich gestürzt. Wir haben nicht zu hoffen gewagt, dass das Fohlen lebt."
„Eine Detonation? Ach, diese blöden Düsenjäger, ja, die haben